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„Der Spiegel“: Flüchtlingsdrama – Urteil des Europäischen Gerichtshofes (22.01.2011)

"Unmenschlich und erniedrigend": Mit deutlichen Worten hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Asylpolitik der EU gerügt. Vor allem Griechenland wird kritisiert. Dort müssten Flüchtlinge unter unerträglichen Bedingungen leben, die Zustände in Auffanglagern seinen katastrophal.

Straßburg - Evros heißt der griechische Fluss, der so vielen Menschen Hoffnung macht. Er fließt entlang der Grenze zur Türkei - wer ihn überquert, hat es in die Europäische Union geschafft. Vor allem Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Irak und aus nordafrikanischen Staaten gelangen so nach Griechenland. Doch die Umstände, unter denen sie nach der Ankunft leben müssen, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nun als menschenunwürdig gerügt. Die Straßburger Richter kritisierten die Haft- und Lebensbedingungen für Asylbewerber in Griechenland am Freitag als "unmenschlich und erniedrigend".


Anlass für das Urteil war der Fall eines afghanischen Flüchtlings, der über Zustände in griechischen Aufnahmelagern geklagt hatte. Der Mann war über Griechenland nach Belgien gereist, wo er 2009 einen Asylantrag stellte. Er war allerdings noch im selben Jahr nach Griechenland abgeschoben worden. Nach eigenen Angaben wurde er dort von Polizisten geschlagen.


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