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50 Jahre Griechische Migration in Deutschland - Die Geschichte im Film

Anlässlich des 50. Jahrestags des Deutsch-Griechischen Anwerbeabkommens für Gastarbeiter veranstaltet das Goethe-Institut Athen im Oktober und November eine Filmhommage an die Protagonisten der Migration.

Das Programm beginnt im Oktober mit 9 Spiel- und Dokumentarfilmen von griechischen Filmemachern - mit Ausnahme von Fassbinder -, die zum größten Teil in Deutschland gelebt haben bzw. noch dort leben:
Giorgos Karypidis, Nicos Ligouris, Kostas Macheras, Angela Milonaki, Philippos Tsitos, Lefteris Xanthopoulos haben in Deutschland sowohl die erste als auch die zweite Generation griechischer Migranten kennen gelernt und werden bei den Vorführungen anwesend sein.

Filmvorführungen
Montag, 18., Dienstag, 19., Mittwoch, 20. und Montag, 25. Oktober 2010
Im Saal des Goethe-Instituts Athen, Omirou 14-16, Eintritt frei, Tel.: 210 3661 000

Programm:
Montag, 18. Oktober 2010, 20.30 Uhr
Katzelmacher
(Deutschland 1969, 88´)
Spielfilm von Rainer Werner Fassbinder nach seinem Bühnenstück Darsteller: Hanna Schygulla, Lilith Ungerer, Elga Sorbas, Doris Mattes u.a. Die Rolle des Griechen spielt R.W. Fassbinder.
Marie gehört Erich. Paul schläft mit Helga. Elisabeth unterhält Peter. Rosy treibt es mit Franz und lässt sich dafür von ihm bezahlen: Eine Gruppe Jugendlicher ohne Illusionen, ohne Hoffnungen, die in tristen Hinterhöfen lebt. Da kommt der Grieche Jorgos an, ein Gastarbeiter. Er versteht die deutsche Sprache nicht, doch sein Charme und seine Schüchternheit wirken anziehend auf die Mädchen. Die männlichen Mitglieder des Clans reagieren mit aggressivem Fremdenhass auf ihn. Jorgos muss sich behaupten.
(in deutscher Sprache mit griechischen Untertiteln)

Über die Gastarbeiter und Fassbinder sprechen:
Maria Paradeisi, Prof. für Theorie und Geschichte des Films an der Panteion Universität Athen
Nicos Ligouris, Regisseur


Dienstag, 19. Oktober 2010
20.00 Uhr
- Endstation Kreuzberg
(Griechenland 1975, 20´)
Dokumentarfilm von Giorgos Karypidis
Westberlin 1975: In Kreuzberg leben viele Gastarbeiter, hauptsächlich Türken und Griechen. Der Film nähert sich ihrem Alltag und ihren Problemen.
(in griechischer Sprache)

20.30 Uhr - Erebos
(Deutschland 1988, 89´)
von Nikos Ligouris mit Chryssoula Diavati, Dimitris Poulikakos, Pia Podgornik, Bernd Vollbrecht, Dora Volanaki u.a.
Eine griechische Familie in Berlin will mit ihrer Änderungsschneiderei das große Geld machen und dann nach Griechenland zurückkehren. Ein warmherziger, von sympathischen Darstellern getragener Film zwischen realistischer Alltagsbeschreibung und mythischer Überhöhung: Erebos bezeichnet dabei den Ort tiefster Finsternis im Hades, den der Film als Metapher für ein Leben verwendet, das durch die ausschließliche Einschränkung auf einen Lebensaspekt trotz guter Absichten verschwendet wird.
(in deutscher und griechischer Sprache mit jeweils griechischen und deutschen Untertiteln)

In Anwesenheit der Regisseure.
Präsentation, Koordination: Maria Paradeisi, Prof. für Theorie und Geschichte des Films an der Panteion Universität Athen

 
Mittwoch 20. Oktober 2010
Die Griechische Gemeinde Heidelberg und die „Giorgos aus Sotirianika“-Trilogie
19 Uhr - Griechische Gemeinde Heidelberg
(Griechenland 1976, 30´)
Dokumentarfilm von Lefteris Xanthopoulos
Die Griechische Gemeinde Heidelberg möchte die Probleme der ausländischen Arbeiter in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen und gibt Lefteris Xanthopoulos den Auftrag, einen Film darüber zu drehen. Die Finanzierung der Produktion übernimmt die Gemeinde während das Filmteam ohne Honorar arbeitet.

Giorgos aus Sotirianika
(Griechenland 1978, 45´)
Dokumentarfilm von Lefteris Xanthopoulos
Giorgos Kozobolis ist der Vorsitzender der Griechischen Gemeinde Heidelberg und Gastwirt. Er stammt aus dem Dorf Sotirianika (Peloponnes). Er ist ein „erfolgreicher Gastarbeiter“. Der Film nähert sich seinem Alltag, hinterfragt aber auch das „Griechisch-Sein“ im fremden Land.

20.30 Uhr
Zweite Heimat - Giorgos aus Heidelberg
(Griechenland 2002, 56´ )
Dokumentarfilm von Kostas Machairas
Kostas Machairas filmt Giorgos Kozombolis, der nach 30 Jahren nach Griechenland zurückgekehrt ist und sich nun zwischen zwei „Heimatländern“ fühlt.

Im Laufe der Zeit - Giorgos aus Sotirianika
(Griechenland 2009, 26´) - Uraufführung
Dokumentarfilm von Lefteris Xanthopoulos
Im Jahr 2009 wird im Griechischen National Theater das Stück „Der Tanz des einsamen Herzens“ inszeniert. Sein Thema: Der Fremde, die Suche nach einer Identität in einer Welt fern der Heimat. Giorgos Kozobolis spielt mit und Lefteris Xanthopoulos begleitet ihn in seiner neuen „alten“ Rolle.
In griechischer Sprache
Die vier Filme werden in Anwesenheit des Protagonisten und der Regisseure gezeigt.


Montag, 25. Oktober 2010, 20.30 Uhr
Griechische Spezialitäten
(Griechenland/Deutschland 1998, 50´)
Dokumentarfilm von Philippos Tsitos
Im Auftrag der Griechischen Rundfunk- und Fernsehanstalt ERT – Sendung „Paraskinio“
Griechische Gastwirte in Berlin
(in griechischer Sprache)

Bach und Bouzouki
(Deutschland/Griechenland 2006, 35´)
Spielfilm von Angela Milonaki
München: Die 19-jährige Maria arbeitet als Kellnerin in der Taverne ihrer Eltern. Gleichzeitig bereitet sich dort für die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule vor – sie übt im Keller Cello. Als der Vater einen Herzinfarkt erleidet, ist Maria gezwungen, das Geschäft zu führen. Fürs Cello-Üben bleibt da kaum Zeit.
(in griechischer und deutscher Sprache mit jeweils deutschen und griechischen Untertiteln)
In Anwesenheit der Regisseure
und in griechischer Sprache